Artistic Strategies

Leitung: Univ. Prof. Bouchra Khalili
Die neu geschaffene Abteilung Artistic Strategies am Institut für Kunst und Gesellschaft bietet Lehrveranstaltungen zu Theorie und Praxis an, in deren Mittelpunkt Fragen zu künstlerischen Methoden in Bezug auf soziale Dynamiken und globale Herausforderungen stehen.

Das Ziel ist nicht, eine umfassende und endgültige Definition von künstlerischen Strategien zu vermitteln. Es geht vielmehr darum, sich auf die Arbeit und Methoden von Künstler*innen zu konzentrieren, um zu untersuchen, wie sie innovative Ansätze definieren, um auf die komplexen Kontexte, in denen Kunstwerke produziert und präsentiert werden, zu reagieren und darüber zu reflektieren.

Die Kurse und Seminare sind nicht auf eine programmatische Konzeption von Kunst und ihrer Entstehung ausgerichtet, sondern laden die Studierenden ein, die Dynamik, die bei der Entwicklung, Produktion und Umsetzung künstlerischer Strategien entsteht, zu untersuchen: künstlerische Ökosysteme, historische, kulturelle, intellektuelle, soziale und politische Kontexte.

Solche Untersuchungen stützen sich auf einen interdisziplinären und transversalen Ansatz, der eine große Vielfalt an Kunstpraktiken, Medien und Wissensgebieten umfasst. Die Lehre von Artistic Strategies konzentriert sich darauf, wie Künstler*innen mit ihrer Arbeit und ihren Methoden innovative Tools einsetzen, um potenzielle neue Formen von sozialen Beziehungen und Gemeinschaften, Subjektivitäten, Wissensproduktion und -verbreitung sowie neue Formen der Wahrnehmung und des Verständnisses der Herausforderungen unserer Zeit zu schaffen.

In den Labs und Workshops von Artistic Strategies sind Studierende aller Abteilungen eingeladen, ein Projekt von der ersten Phase bis zur Fertigstellung zu realisieren. Ziel dieser Labs ist es, Studierenden zu ermöglichen, ihre eigenen künstlerischen Strategien, basierend auf den Besonderheiten ihrer Projekte statt auf einer Doktrin oder Formel, zu entwickeln. Kollegialität und Interdisziplinarität spielen in den Labs eine zentrale Rolle. Die Student*innen entwickeln ihre individuellen Projekte im Dialog mit einer Gruppe, womit sie kollektiv zu den Projekten der anderen beitragen können.

Die Herausforderungen unserer Zeit zu erforschen und zu untersuchen, wie Künstler*innen Strategien entwickeln, um diese zu reflektieren, beinhaltet, das Globale und das Lokale zu artikulieren und die Türen der Universität zu anderen Kontexten zu öffnen. Dies erfolgt durch ein starkes Engagement für internationale Kooperationen, die Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Kulturschaffenden und Pädagog*innen durch Workshops, Besuche vor Ort, Symposien, Ausstellungen und Publikationen.

In den nächsten zwei Jahren plant die Abteilung Artistic Strategies, Fragen der Repräsentation und Selbstrepräsentation von ausgeschlossenen Gruppen sowie Wechselbeziehungen von künstlerischen Praktiken und Strategien der Sichtbarkeit in öffentlichen Räumen zu erforschen (wobei öffentliche Räume hier im weiteren Sinn zu verstehen sind: vom physischen öffentlichen Raum bis zur öffentlichen Debatte). Dies umfasst Einladungen an Gäste, mit den Studierenden zu interagieren, und – neben anderen Formen der Zusammenarbeit – zu Workshops und öffentlichen Programmen wie Vorträgen, Performances und Panels beizutragen.
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EG / Raum 006
Georg‐Coch‐Platz 2
A-1010 Wien